Über INTO-ART: Der Künstler Ralf Schwinge

Ralf Schwinge wurde 1990 in Hamburg geboren. Bereits seine Vorfahren widmeten sich der Kunst, wie der Hamburger Landschafts und Marinemaler Friedrich W. Schwinge (1852-1913). Das Talent für das Malen und Zeichnen wurde auch bei ihm früh erkannt und  durch die Teilnahme an verschieden Kursen gefördert. Es entstanden erste Landschaftsbilder, die er autodidaktisch immer weiter verbesserte. Mit 17 Jahren nahm Schwinge an den ersten Kunstausstellungen teil und verkaufte Gemälde an Souvenirläden in der Lüneburger Heide.

        Weiteren Malunterricht (für Landschaftsdarstellungen) bekam er im Alter von 16 Jahren bei der "Kunstnomadin" Kathrin Milan. Mit 18 Jahren erhielt er seinen ersten Auftrag für Gestaltungen im öffentlichen Raum, der gleichzeitig der erste bedeutende Auftritt in den Medien und der Öffentlichkeit, für ihn als Künstler war. Weiterer Unterricht bei renommierten Künstlerinnen wie Muriel Zoe und Claire Lenkova, brachten einen Stilwechsel der nun deutlich mehr an der freien Kunst orientiert ist. Typisch ist vor allem ein skizzenartiger Bleistift- und Pinselstrich sowie teils ungemischte, knallige Farben. 2014 folgten  Aufträge der Stadt Hamburg, über die Gestaltungen von Unterführungen. Diese wurden 2014 und 2015 vollendet. Öffentlich erwähnt wurde Schwinge hier erstmals unter dem Künstlernamen "INTO".

Ab 2015 ist Ralf Schwinge als Illustrator und Zeichner für das „Harburger Blatt“, einem alternativen Zeitungsprojekt im Süden Hamburgs, tätig. Seither fertigte er ca. 250 Titelbilder und Zeichnungen an, die in mehr als 120 Ausgaben abgedruckt wurden.

Nach den Aufträgen für Fassadenmalerei 2014 und 2015 entstanden Bemalungen für Restaurants und Kneipen, wie zB. die komplette Innenbemalung in einem Irish Pup (Hamburg), die Bemalung der "Fischhalle" (Hamburg) oder die künstlerische Ausschmückung des Terrassenberichs des Kultrestaurants "Inselklause". 2018 folgte ein Auftrag für eine installative Ausgestaltung einer Kirche, für das 40jährige Bestehen der "Brücke Hamburg" . Immerwieder wurden auch große Fassaden und Wände künstlerisch bemalt.

Bereits 2017 gründete Schwinge sein Label INTO-ART, unter dem er sowohl seine Kunstwerke, als auch Merchandise-Produkte, wie Kissen, Puzzle und weitere bedruckte oder bemalte Gegenstände verkauft. Unter anderem werden und wurden die Produkte über Shops in Hamburg (Schanzenviertel und Harburg/ Phoenix-Center) vertrieben. Außerdem bietet INTO-ART Malerei jeder Art, von Fassadenmalerei über Logodesign bis hin zur Grafikillustration.

Für das Archäologische Museum Hamburg (AMH) fertigte er 2016, im Auftrag des Landesarchäologen Dr. Jochen Brandt, ein großformatiges Gemälde einer Siedlung von vor 2000 Jahren an. Dieses Gemälde wurde anhand von archäologischen Ausgrabungen erstellt und ist in Fachzeitschriften abgedruckt worden. 2017 wurde es,  im Rahmen einer Ausstellung des Museums, präsentiert. Der Dokumentarfilmer Jürgen A. Schulz benutzte das Gemälde für einer seiner Filme.

Mit dem bekannten Künstler Gunter Demnig (bekannt für die goldenen, in den Boden eingelassenen, mit Namen versehenen Steine) verlegte Schwinge 2018 und 2019 rund 20 der goldenen `Gedenktafeln für den Holocaust` in Hamburg.

Seit 2018 ist er einer der Künstler des größten Betreibers von Kunstautomaten, mit Sitz in Potsdam. Von dort aus werden regelmäßig kleine Kunstwerke in halb Europa verteilt, darunter Deutschland, Österreich, Niederlande und Spanien. 2020 holte er einen dieser  Kunstautomaten in den Süden Hamburgs und gestaltete ihn künstlerisch.

Ebenfalls 2020 war er Künstlerischer Leiter des Projektes `Vielfaltshaus`. Zusammen mit Kindern wurde ein begehbares Haus gebaut, das mit Flyern verkleidet wurde. Das Projekt lief unter dem Thema „Rassismus und Vielfalt“  und wurde gefördert u.A. im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben ,dem Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Stadt Hamburg. Anfang 2021 wurde das "Vielfaltshaus" für den "Hamburger Stadtteilkulturpreis" nominiert und gehört damit zu den 10 herausragenden und einflussreichsten Kunst- und Kulturprojekten 2020.

Seit 2019 ist er einer der Künstler des "Artgarden", bei dem ein Kleingarten in einem Kunstgarten umgestaltet wird.

Seit 2019 gibt Schwinge auch Kunstkurse, zuerst an der Kunststätte Bossard (Jesteburg/ Ldkrs. Harburg), ab 2020 am Kulturhaus Süderlebe (Hamburg) und 2021 auch in der Kulturwerkstatt Hamburg-Harburg.

Seit 2017 stellt Schwinge seine Werke in diversen Ausstellungen (vorwiegend im Hamburger Bereich) aus (2017-2021). 2019 folgte die Teilnahme an einer Gruppenausstellung in Berlin, 2020 in Wien.

TEXT: PB

Sammlungen und Archiv:   

  • Kunstleihe Hamburg (3 Gemälde. Inventar-Nummer KLHH-155-DLG und KLHH-156-DLG) ,  
  • Verzeichnis Künstler im Landkreis Harburg: https://www.kulturlandkreis-harburg.de
  •  Artothek Buchholz, Nordheide (3Gemälde)                                            
  • Verzeichnis Norddeutscher Museen (2 Gemälde. museen-sh.de  / Ralf Schwinge),   
  • Bibliothek des Archäologischen Museums Hamburg und des Stadtmuseums Harburg ( Gemälde „Siedlung Trelder Berg“ und Archiv „Harburger Blatt“),  
  • Harburger Kreiskalender 2018 (Langobarden auf dem Trelder Berg/ Seite 167),   
  • Der Estetaler (Heft Nr.6, Mai 2017/ Titelbild)   
  • Wikipedia-Eintrag: Friedrich Schwinge (Erwähnung als Künstler, Nachfahre und Inhaber der Sammlung Schwinge),  
  • Hamburger Staatsbibliothek (Zeitungsillustrationen)
  • Deutsche  Nationalbibliothek, Frankfurt/Main (Katalog: 070 Nachrichtenmedien, Journalismus, Verlagswesen/ Harburger Blatt)

               Ausschnitt aus einem Bericht des NDR, Nordtour

Das Dorf auf dem Wasser, Ausschnitt aus NDR-Dokumentation 2020

Vielfaltshaus, Bericht NDR 2020